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Brennstoff aus Biomasse

Mit dem Joint Venture ALCE ebnen Cemex und das Recyclingunternehmen ALBA den Weg für die Produktion alternativer Brennstoffe für die Zementproduktion. In einer neuen Anlage auf dem Werksgelände in Rüdersdorf soll voraussichtlich ab 2027 Biomasse zu Kohlenstaub verarbeitet werden. Dieser wird dann als klimaneutraler Brennstoff in der Produktion dienen.

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  • Carbon Neutral Alliance
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  • Rüdersdorf
  • Ab 2030 soll das Zementwerk in Rüdersdorf CO2-neutralen Zement herstellen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Cemex auf unterschiedliche Technologien und Partnerschaften. Ein Hebel sind dabei die Brennstoffe. Statt mit fossiler Kohle werden die hohen Temperaturen für die Produktion von Klinker – dem zentralen Bestandteil des Zements – inzwischen zu 80 Prozent mithilfe alternativer Brennstoffe erreicht. Dazu gehören Tiermehl, vorgetrockneter Klärschlamm oder aufbereiteter Hausmüll. In Zukunft soll dieser Anteil noch steigen. Dafür hat Cemex jetzt einen wichtigen Grundstein gelegt. In einer Kooperation mit dem Recyclingunternehmen ALBA entsteht auf dem Rüdersdorfer Werksgelände eine Anlage, in der Biomasse zu klimaneutraler Biokohle verarbeitet werden soll. ALCE heißt das Joint Venture. Die Anlage, die sich momentan in der Genehmigungsphase befindet, wird voraussichtlich 2027 mit der Produktion beginnen.

    Auf dem Weg zum klimaneutralen Zement

    Die Basis nachhaltiger Bauprojekte ist ein umweltfreundlicher Zement. Cemex geht mit einer globalen Unternehmensstrategie, der Future in Action, voran und strebt die CO2-Neutralität seines Rüdersdorfer Werks bereits für 2030 an.

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    In der Anlage werden Althölzer der Kategorien A1 und A2 verarbeitet“, erläutert Stefan Tübergen, Efficiency Manager Cement Operations Germany bei Cemex. „Dabei handelt es sich um mechanisch bearbeitete Hölzer wie Paletten. Sie werden zerkleinert, getrocknet und dann karbonisiert.“ Der Prozess ist vergleichbar mit der Transformierung von Biomasse zu Biokohle. Gemahlener Kohlenstaub dient schließlich als Brennmittel.

    Das Aufbereiten und Recycling biogener Abfälle zu hochwertigem Ersatzbrennstoff ist nicht nur aktiver Klimaschutz, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer industriellen Infrastruktur in Deutschland.

    Andreas Gorkow
    -
    Leiter Projektentwicklung bei ALBA
    Biomasse wird zu Biokohle transformiert, anschließend gemahlen und als Brennmittel genutzt. Foto: © Cemex
    Biomasse wird zu Biokohle transformiert, anschließend gemahlen und als Brennmittel genutzt. Foto: © Cemex
    Stefan Tübergen, Efficiency Manager Cement Operations Germany, bei einer Routinekontrolle im Werk Rüdersdorf. Foto: © Roland Horn
    Stefan Tübergen, Efficiency Manager Cement Operations Germany, bei einer Routinekontrolle im Werk Rüdersdorf. Foto: © Roland Horn

    Etwa 60.000 Tonnen Biokohle wird die Anlage voraussichtlich pro Jahr produzieren. Das Inputmaterial kommt von ALBA. Andreas Gorkow, Leiter Projektentwicklung bei ALBA, sagt: „Das Aufbereiten und Recycling biogener Abfälle zu hochwertigem Ersatzbrennstoff ist nicht nur aktiver Klimaschutz, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer industriellen Infrastruktur in Deutschland. Die deutsche Bauwirtschaft ist auf Zementhersteller wie Cemex angewiesen. Das Recycling biogener nachwachsender Rohstoffe bildet einen Schritt hin zu mehr Klimaneutralität und internationaler Wettbewerbsfähigkeit.“

    Eine vergleichbare Anlage in dieser Größenordnung gibt es bisher nicht in Deutschland. Sollte sich das Verfahren bewähren, könnte es an anderen Cemex-Standorten sowie in anderen Industriezweigen zum Einsatz kommen.

    Mit dem Recycling biogener nachwachsender Rohstoffe geht Cemex einen Schritt hin zu mehr Klimaneutralität und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Foto: © Roland Horn

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