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Wie das Zementwerk Rüdersdorf zum Taktgeber der Dekarbonisierung wird

Nachhaltiges Bauen ist eine der zentralen Herausforderungen für den Klimaschutz. Als globaler Baustoffkonzern hat CEMEX diese Herausforderung mit seiner Strategie Future in Action angenommen. In Deutschland treibt CEMEX mit der Carbon Neutral Alliance die notwendigen Innovationen in seinem Rüdersdorfer Zementwerk voran.

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  • Wer die Vision vom CO₂-freien Zement verfolgt, muss dicke Bretter bohren. Zu groß ist die Verantwortung der Baustoffindustrie für eine Zukunft, in der die Auswirkungen des Klimawandels beherrschbar bleiben. Es genügt nicht, an einer Stellschraube zu drehen. Alle Prozesse – von der Rohstoffgewinnung, über die Zementproduktion bis zur Auslieferung – müssen auf den Tisch, neu gedacht und aufgesetzt werden.

    Future in Action – die globale Klimastrategie von CEMEX

    Im Jahr 2020 hat CEMEX seine globale Strategie Future in Action vorgestellt. Das Ziel: Die CO₂-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum Referenz

    Und deshalb werden im Rüdersdorfer Zementwerk von CEMEX zukünftig tatsächlich dicke Bretter gebohrt. Schon 2030 soll die traditionsreiche Produktionsstätte CO₂-neutral sein. Dieses ehrgeizige Ziel bedeutet: Es bleiben nur acht Jahre für eine gewaltige Transformationsaufgabe. 

    Ohne Innovationen würde das nicht gelingen. Deshalb bündelt CEMEX am Standort Rüdersdorf mit der Initiative Carbon Neutral Alliance nun das Knowhow. Unter Einbeziehung von mehr als 20 Partnern aus Forschung und Industrie arbeitet CEMEX an den Grundlagen für die CO₂-neutrale Zementproduktion: kurze Wege, gegenseitige Inspiration, schneller Austausch von Erfahrungen und Informationen. Dazu ein Produktionsstandort, an dem die gewonnenen Erkenntnisse schnellstmöglich in die Praxis umgesetzt werden können. Das ist die neue Pionierrolle des Zementwerks Rüdersdorf. Denn diese Erkenntnisse sollen natürlich nicht nur in Rüdersdorf zur Anwendung kommen. Sie sollen Basis der Transformation der ganzen Baustoffbranche werden.

    „Wir lassen hier ein Industrielabor entstehen, mit der CO₂-neutralen Zementproduktion als Kern unserer Aufmerksamkeit. Alle, die mit uns am Tisch sitzen, sind Spezialisten, die unternehmerisch denken und bereit sind, für den Erfolg alles auf den Prüfstand zu stellen, was in unserer Branche bislang als  gegeben galt,“ erklärt Stefan Schmorleiz, Werkleiter und Geschäftsführer der CEMEX Zement GmbH, den Spirit der Carbon Neutral Alliance.

    Das Zementwerk in Rüdersdorf ist eines der effizientesten Werke Europas. CEMEX hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 das Werk zum ersten CO₂-neutralen Zementwerk zu transformieren. Foto: © Roland Horn
    Das Zementwerk in Rüdersdorf ist eines der effizientesten Werke Europas. CEMEX hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 das Werk zum ersten CO₂-neutralen Zementwerk zu transformieren. Foto: © Roland Horn
    Im Rundmischbett des Zementwerks werden die im Tagebau gewonnenen, unterschiedlichen Kalksteinqualitäten homogenisiert und gelagert, bevor sie in dem folgenden Schritt der Produktion der Rohmühle zugeführt werden. Foto: © Roland Horn
    Im Rundmischbett des Zementwerks werden die im Tagebau gewonnenen, unterschiedlichen Kalksteinqualitäten homogenisiert und gelagert, bevor sie in dem folgenden Schritt der Produktion der Rohmühle zugeführt werden. Foto: © Roland Horn
    Das CEMEX-Team der Carbon Neutral Alliance (v. l. n. r.): Stefan Tübergen (Efficiency Manager/ Cement Operations Germany), Alexandra Decker (Public Affairs Germany & Central Europe), Ron Tauber (Manager Sustainability Germany and Czech Republic and Coordinator of Materials Central Europe) und Philipp Roder (CO₂-Innovationsmanager). Foto: © Roland Horn/Indego GmbH

    Dabei ist die Aufgabe äußerst komplex. Denn es gibt gleich zwei Treiber für CO₂-Emmissionen in der Zementproduktion. Zum einen entsteht das Gas bei dem chemischen Prozess der Kalzinierung als Teil der Klinkerherstellung. Gemahlener Kalkstein wird mit Ton und Sand zu Kalziumoxid gewandelt und gibt dabei CO₂ ab. Da dieser Klinkerprozess hohe Temperaturen erfordert, entweicht weiteres CO₂ durch die Verbrennung zur Heizung der Klinkeröfen. Beide Treiber sind im Fokus der Carbon Neutral Alliance.

    So arbeiten CEMEX-Spezialisten an neuen Rezepturen für Vertua®-Zemente, um den Klinkeranteil Stück für Stück zu reduzieren. Flugasche und Schlacke aus der Stahlproduktion kommen bereits jetzt zum Einsatz; weitere gut verfügbare alternative Bindemittel, die den prozessimmanenten CO₂-Ausstoß der Klinkerproduktion vermeiden, werden systematisch getestet.

    Wir lassen hier ein Industrielabor entstehen, mit der CO₂-neutralen Zementproduktion als Kern unserer Aufmerksamkeit.

    Stefan Schmorleiz
    -
    Werkleiter und Geschäftsführer der CEMEX Zement GmbH
    Mit Hilfe von Partnern macht CEMEX die Zementherstellung in seinem Rüdersdorfer Werk bis 2030 CO₂-neutral. Eine wichtige Rolle spielen dabei Dekarbonisierungstechnologien sowie die effiziente Nutzung von Abwärme. Die veränderten Prozesse haben Vorbildcharakter für das gesamte Unternehmen. Illustration: © Indego GmbH

    Das Leuchtturm-Projekt Concrete Chemicals setzt an anderer Stelle an. Es erforscht anwendungsorientiert die Abscheidung und Verarbeitung von CO₂. Bei Concrete Chemicals arbeitet CEMEX mit dem Chemieunternehmen Sasol ecoFT und dem Energielieferanten ENERTRAG zusammen. CO₂ aus der Zementherstellung wird zunächst in einer leistungsfähigen Anlage zur CO₂-Abscheidung isoliert. Anschließend wird es als Rohstoff in erneuerbare chemische Produkte und synthetische Kraftstoffe gewandelt. Diese Anlage könnte 2026 in Rüdersdorf in Betrieb gehen. Nach Fertigstellung der gesamten Anlage können täglich bis zu 400 Tonnen CO₂ abgeschieden und verarbeitet werden.

    Diese und weitere Meilensteine auf dem Weg zu einer klimaverträglicheren Zementproduktion sollen in Rüdersdorf erforscht und angewendet werden. Weltweit wird CEMEX die erprobten Verfahren in seinen Zementwerken zum Einsatz bringen und damit das Versprechen der globalen Strategie Future in Action einlösen.

    CEMEX Strategie Future in Action: CO₂-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum Referenzjahrs 1990 um 40 % senken. Ab 2050 will CEMEX ausschließlich CO₂-neutralen Beton anbieten.
    CEMEX Strategie Future in Action: CO₂-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum Referenzjahrs 1990 um 40 % senken. Ab 2050 will CEMEX ausschließlich CO₂-neutralen Beton anbieten.
    Wenn CO₂ abgeschieden wird, kann es ein wichtiger Rohstoff sein. Das Projekt Concrete Chemicals erforscht z. B. anwendungsorientiert die Wandlung von CO₂ in synthetische Kraftstoffe.
    Wenn CO₂ abgeschieden wird, kann es ein wichtiger Rohstoff sein. Das Projekt Concrete Chemicals erforscht z. B. anwendungsorientiert die Wandlung von CO₂ in synthetische Kraftstoffe.

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