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Kieswerke der Zukunft

Mit der Mehrheitsbeteiligung an der RC-Baustoffe Berlin GmbH & Co. KG sichert sich Cemex Deutschland wichtige Ressourcen für die Herstellung von R-Beton. Die Akquisition ist Teil der Kreislaufstrategie, durch die natürliche Ressourcen geschont und CO<sub>2</sub> eingespart werden sollen.

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  • Rezyklierter Beton
  • Kreislaufwirtschaft
  • Nachhaltigkeit
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    Altbeton aus dem Abriss von Häusern und Brücken oder von Straßenbaustellen wird auf dem Recyclinghof in der Bitterfelder Straße in Marzahn weiterverarbeitet. Cemex betreibt ihn seit August vergangenen Jahres gemeinsam mit der RC-Baustoffe Berlin GmbH & Co. KG, einer Tochter der HEIM-Gruppe. Für die Übernahme hat Cemex 51 Prozent der Gesellschaftsanteile erworben, 49 Prozent verbleiben bei HEIM.

    Bis zu 400.000 Tonnen mineralische Baustoffe wie Ziegel und Beton verarbeitet die Anlage pro Jahr. Die Altmaterialien werden zerkleinert, aufgebrochen und gesiebt, bevor sie entweder als Füllmaterial im Straßenbau genutz oder als Zuschlagstoffe zu R-Beton verarbeitet werden. Der aufgearbeitete Altbeton ist im Zuge der Transformation der Baustoffbranche ein begehrtes Gut.

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    „Bis zu 25 Prozent rezyklierte Gesteinskörnung erlaubt der Gesetzgeber im R-Beton“, sagt Philip Lamlé, Head of Commercial Circular Economy bei Cemex Deutschland. „Wir ersetzen die Grobanteile ab einer Größe von zwei Millimetern durch das Rezyklat und sparen auf diese Weise natürliche Ressourcen.“ Die innerstädtische Herstellung der Gesteinskörnung sorgt außerdem für kurze Wege. Während Kieswerke meist außerhalb von Großstädten liegen, findet der Recyclingprozess mittendrin statt. Ein weiterer Vorteil: „R-Beton kann immer wieder recycelt werden und verliert dabei nicht an Qualität.“

    R-Beton kann immer wieder recycelt werden und verliert dabei nicht an Qualität.

    Philip Lamlé
    -
    Head of Commercial Circular Economy bei Cemex Deutschland

    Aus den Recyclinghöfen sollen laut der Kreislaufstrategie von Cemex Deutschland „Kieswerke der Zukunft“ werden. Anfang 2023 wurde der Geschäftsbereich Regenera gegründet, der Lösungen für die Kreislaufwirtschaft am Bau bündelt. Ziel ist es, natürliche Ressourcen zu schonen.

    Dank einer Technologie des Schweizer Start-ups Neustark wirkt sich die Beteiligung an RC-Baustoffe aber auch positiv auf die Klimaziele von Cemex aus. Denn die Anlage in Marzahn ermöglicht es, die rezyklierte Gesteinskörnung mit biogenem CO2 anzureichern. Es ist die Erste ihrer Art in Deutschland. Zwischen acht und zehn Kilogramm CO2 pro Tonne kann das Material in einem Mineralisierungsprozess aufnehmen.

    International gibt es im Konzern großes Interesse an der Kreislaufstrategie von Cemex Deutschland. Denn in den USA oder Mexiko ist dieser Recyclinggedanke bisher kaum verbreitet. Deutschland und Frankreich gelten als Vorreiter, da ihre Gesetze und Normen den Einsatz des Recyclingmaterials erlauben. „Das Interesse an Recycling Engineering made in Germany ist sehr hoch; irgendwann soll es exportiert werden“, stellt Philip Lamlé in Aussicht. Unter anderem war der zukünftige Bürgermeister von Mexiko City bei ihm zu Gast, der sich über die neue Anlage informierte.

    Für die Zukunft ist Cemex bestrebt, weitere Partnerschaften mit Recyclern einzugehen, um den Schutz natürlicher Ressourcen und die Dekarbonisierung der Zementherstellung voranzutreiben.

    Philip Lamlé, Head of Commercial Circular Economy bei Cemex Deutschland. Foto: Juliane Schultz
    Philip Lamlé, Head of Commercial Circular Economy bei Cemex Deutschland. Foto: Juliane Schultz
    Beton aus Abrissbauten lässt sich in den Wertstoffkreislauf zurückführen. Foto: © Cemex Transportbetonwerk Hohenschönhausen
    Beton aus Abrissbauten lässt sich in den Wertstoffkreislauf zurückführen. Foto: © Cemex Transportbetonwerk Hohenschönhausen
    Die Altmaterialien werden zerkleinert, aufgebrochen und gesiebt, bevor sie entweder als Füllmaterial im Straßenbau genutzt oder als Zuschlagstoffe zu R-Beton verarbeitet werden. Foto: © Juliane Schultz

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