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Im Gespräch

Weil Cemex den Abbau von Quarzsand für die Glasindustrie rund ums bayerische Burgstall mittelfristig ausweiten möchte, suchte das Unternehmen den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde.

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  • Tiefe Gruben wechseln sich mit aufgeschütteten Sandhügeln ab. Lastwagen bewegen sich dazwischen wie Spielzeugautos, so scheint es von der Aussichtsplattform im Cemex-Werk im bayerischen Burgstall bei Kronach. Wie im benachbarten Wellmersdorf wird hier Quarzsand abgebaut. Der Sand mit einem geringen Eisenanteil kommt unter anderem auf Reit-, Volleyball- oder Golfplätzen wegen seiner Drainageeigenschaften zum Einsatz. Vor allem wird er aber von der Glasindustrie benötigt, zum Beispiel, um Flaschen oder Reagenzgläser herzustellen. Cemex beliefert zahlreiche Fabriken in der Region um Burgstall.

    Uns ist es wichtig zu informieren und mögliche Unklarheiten frühzeitig auszuräumen.

    Fiona Bäuml
    -
    Analyst Social Impact

    Perspektivisch möchte das Unternehmen die Abbaufläche gen Norden ausbauen und dafür anliegende Grundstücke erwerben. Dabei handelt es sich überwiegend um Wald- und Brachland. Um Anwohnerinnen und Anwohner möglichst früh mit ins Boot zu holen, veranstaltete Cemex im Juni einen Bürgerdialog auf dem Werksgelände. „Uns ist es wichtig zu informieren und mögliche Unklarheiten frühzeitig auszuräumen“, erklärt Fiona Bäuml, Analyst Social Impact bei Cemex Deutschland. Zusammen mit Kollegen und Kolleginnen wie Vorstandsmitglied Alexandra Decker und zwei Mitarbeitern des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV) empfing sie rund 40 Bürgerinnen und Bürger sowie den zweiten Bürgermeister von Mitwitz, Jürgen Kern.

    Im bayerischen Burgstall baut Cemex Quarzsand ab. Foto: © Andreas Herrmann
    Im bayerischen Burgstall baut Cemex Quarzsand ab. Foto: © Andreas Herrmann
    Im Rahmen eines Bürgerdialogs lud Cemex ins Werk ein. Foto: © Fiona Bäuml
    Im Rahmen eines Bürgerdialogs lud Cemex ins Werk ein. Foto: © Fiona Bäuml

    Alexander Schmid, Prokurist des Quarzsandwerks Burgstall, begrüßte die Gruppe und führte sie zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das potenzielle neue Abbaugebiet. Hier konnten die Gäste Fragen stellen. „Die meisten Bedenken gab es im Hinblick auf die Reinhaltung des Grundwassers“, sagt Fiona Bäuml. „Hier konnten wir beruhigen. Mit einer Verschmutzung ist nicht zu rechnen, da wir strenge Umweltschutz-Auflagen erfüllen.“ Wichtig war den Bürgerinnen und Bürgern außerdem, das jetzige Abbaugebiet nach seiner Stilllegung als Naherholungsgebiet mit gut befahrbaren Rad- und Wanderwegen nutzen zu können.

    Nachweislich nachhaltig

    Mehrere Kies- und Transportbetonwerke sowie das Zementwerk von Cemex sind nach den Anforderungen des Concrete Sustainability Council (CSC) zertifiziert. Weitere Standorte werden folgen.

    Für die Umwandlung der einstigen Abbaugruben in Biotope arbeitet Cemex bereits jetzt mit dem LBV zusammen. „Natürlich bedeutet der Sandabbau einen Eingriff in die Natur“, räumt Fiona Bäuml ein. „Wir konnten aber durch umfassende Renaturierungsmaßnahmen bereits erreichen, dass sich seltene und bisher ortsfremde Arten wie Amphibien und Uferschwalben im Werk in Burgstall ansiedelten.“ Der Ausbau des Werks ist frühestens in fünf bis zehn Jahren geplant. Dennoch ist es Cemex wichtig, früh den Austausch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern zu suchen, um den Rohstoff-Abbau möglichst einvernehmlich zu gestalten. In Zukunft soll es regelmäßige Treffen mit Bürgerinnen und Bürgern geben.

    Gemeinsam nachhaltigeres Handeln sichtbar machen

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    2024 Projekte Zement Nachhaltigkeit Rüdersdorf
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    Perspektivisch möchte Cemex das Abbaugebiet in Burgstall erweitern. Interessierte konnten sich vor Ort über die Pläne informieren. © Fiona Bäuml

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