Mit zwei vollelektrischen Fahrmischern von Putzmeister senkt Cemex seine Emissionen im Transportbetonbereich. Doch die neuen Fahrzeuge sind mehr als sauber: Sie sind auch extrem geräuscharm – ein großer Vorteil für den Einsatz in Wohngebieten.
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Es war im Herbst 2021, als Stefan Eggestein auf einem Test-Gelände am Hauptsitz von Putzmeister im baden-württembergischen Aichtal zum ersten Mal in einem iONTRON-Fahrmischer mitfuhr. Noch handelte es sich um einen Prototyp, den er als Manager Logistics ReadyMix & Pumping Germany mit internationalen Kollegen aus dem Einkauf von Cemex testen durfte. Und das noch vor der offiziellen Fahrzeug-Premiere auf der Baumaschinenmesse Bauma 2022.
„Das Fahrgefühl war ähnlich dem eines Elektroautos, sehr leise und ruhig“, erinnert sich Stefan Eggestein. Doch würde das Fahrzeug auch im Betriebsalltag auf der Baustelle bestehen? Im Winter lieferte Putzmeister einen Testwagen nach Berlin. Obwohl das Thermometer bereits Minusgrade anzeigte, hielt die Batterie einen achtstündigen Arbeitstag locker durch. Der Grund: ein leistungsstarker Akku. Mit einer Batteriekapazität von 350 kWh kann der iONTRON-eMischer fünf bis sechs Touren im innerstädtischen Verkehr fahren.
Nachts oder bei Bedarf auch zwischendurch wird der E-Fahrmischer geladen. Cemex hat dafür an den Transportbetonwerken in Berlin-Spandau und Berlin-Hohenschönhausen extra Ladesäulen installiert. Je nach lokalem Strommix lassen sich die CO2-Emissionen für den Betontransport um bis zu 100 Prozent reduzieren.
Trotzdem entspricht die Nutzlast annähernd der eines konventionellen Fahrmischers. Das war Stefan Eggestein wichtig, denn die Wirtschaftlichkeit sollte auch bei umweltfreundlichem Antrieb gegeben sein. Ein entsprechendes Förderprogramm der Bundesregierung machte die Entscheidung für den Kauf von zwei iONTRON-Mischern zusätzlich attraktiv.
Moderne Marke
ProjekteDas veränderte Cemex-Logo zeigt, für welche Werte der Baustoffproduzent künftig stehen möchte.
Gewachsene Partnerschaft
Mit Putzmeister arbeitete Cemex schon vor dem Kauf der beiden E-Fahrmischer gut zusammen. „Das Unternehmen ist langjähriger Lieferant von Betonpumpen und Fahrmischertrommeln “, sagt Stefan Eggestein. „Insofern mussten sich unsere Mitarbeiter beim Handling nicht umgewöhnen. Nach einer kurzen Einweisung fuhren sie sicher mit den neuen Fahrzeugen.“
Bei den Fahrern kommen die Neuanschaffungen sehr gut an. Laut Stefan Eggestein schätzen sie neben dem sicheren Fahrgefühl auch den extrem geräuscharmen Betrieb. Besonders bei der Auslieferung in Wohngebieten sei das ein großer Vorteil.
Wir hatten bereits gezielte Nachfragen nach einer klimaneutralen Lieferung.
Für Kundinnen und Kunden bedeutet der umweltfreundliche Transport ohne Abgasemissionen einen Mehrwert. „Wir hatten bereits gezielte Nachfragen nach einer klimaneutralen Lieferung“, so Stefan Eggestein. Durch das Angebot von Cemex können sie den CO2-Fußabdruck ihrer Bauvorhaben weiter senken.
Future in Action – die globale Klimastrategie von Cemex
Im Jahr 2020 hat Cemex seine globale Strategie Future in Action vorgestellt. Das Ziel: die CO<sub>2</sub>-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 um 40 % senken. Cemex geht davon aus, dieses Ziel in Europa bereits 2022 zu erreichen. Bis 2030 plant Cemex, die Emissionen an seinen europäischen Standorten, um bis zu 55 % zu reduzieren, um damit die Strategie der Europäischen Union zur Minderung von CO<sub>2</sub>-Emissionen zu stützen. Ab 2050 will Cemex seinen Kundinnen und Kunden dann ausschließlich CO<sub>2</sub>-neutralen Beton anbieten.
Auch bei Putzmeister steht das Thema Nachhaltigkeit im Zentrum der Innovationsstrategie. „Erst im Jahr 2021 haben wir mit der iONTRON-Hybrid-Technologie die erste fahrbare Betonpumpe, die vollelektrisch auf der Baustelle arbeiten kann, präsentiert“, sagt Kevin Eichele, Head of Business Development bei SANY eTrucks Europe, dem Mutterkonzern von Putzmeister. „Dadurch können unsere Maschinen bereits heute ohne CO2-Emissionen betrieben sowie Lärmemissionen im innerstädtischen Bereich halbiert werden. Die positiven Reaktionen unserer Kundinnen, Kunden und Dritten auf der Baustelle zeigt uns, dass das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein zunehmend wichtiger Faktor ist und in der Bauindustrie weiter an Bedeutung gewinnen wird, weshalb wir bereits an weiteren Innovationen arbeiten.“ Geplant ist unter anderem die Einführung weiterer E-LKWs in den europäischen Markt. In der Entwicklung sind neben einem Vier-Achsen-Fahrgestell ein Drei-Achsen-eLKW für verschiedene Aufbauanwendungen wie Kipper oder Müllfahrzeuge sowie eine elektrische Sattelzugmaschine.
Für Stefan Eggestein sind die Fahrmischer erst der Beginn einer schrittweisen Elektrifizierung der Baufahrzeugflotte von Cemex. Er kann sich gut vorstellen, sie künftig um weitere Elektro-Fahrzeuge zu erweitern.